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Wichtiger Hinweis: die neue Website des Adalbert Stifter Vereins finden Sie hier: www.stifterverein.de
| Der Adalbert Stifter Verein
wurde 1947 in München
von sudetendeutschen Wissenschaftlern, Künstlern und Schriftstellern
gegründet. Im Gegensatz zu anderen Institutionen, die den Namen
eines Schriftstellers tragen, widmet er sich aber nicht in erster
Linie dem Andenken Adalbert Stifters. Die Gründer wählten
den Namen vielmehr deshalb, weil der Böhmerwalddichter die verlorene
Heimat symbolisierte und zudem ein Bild von Böhmen vermittelte,
das Tschechen und Deutsche gleichermaßen als Landeskinder betrachtet. |

Baronin von Herzogenberg und Erich Mende bei der Eröffnung
der Ausstellung "Flucht und Grenze", Bonn, 1964
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Die ursprüngliche Tätigkeit des Vereins bestand in der
kulturellen Betreuung und Förderung der Vertriebenen. Seit
1952 wird er auf der Grundlage von
§ 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes von
der Bundesregierung als kulturelle Institution finanziert. In den
50er Jahren entwickelte sich die Geschäftstelle zu einem Kulturinstitut
im engeren Sinn, das sich auf die Erarbeitung von kulturgeschichtlichen
Ausstellungen, die literaturgeschichtliche Forschung und die Förderung
von Künstlern spezialisierte.
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Künstlertreffen in Regensburg 1966
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Größere Ausstellungen
hat der Verein u.a. über Johannes von Nepomuk, Kaiser Karl
IV., Emil Orlik, die Elbe in Ansichten des 18. und 19. Jahr-hunderts,
Prag als Drehscheibe der Emigration und Johann Amos Comenius erarbeitet.
Bekannt geworden sind auch die repräsentativen Kunstbände
zur böhmischen Kulturgeschichte, die der Verein herausgegeben
hat. Der erste Band (Barock in Böhmen) erschien 1964, der letzte
Band (Böhmen im 19. Jahrhundert) 1995.
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Von Anfang an war der Verein um Kontakte zu
tschechischen Künstlern und Wissenschaftlern bemüht.
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Sommer 1968
bildete er in Zusammenarbeit mit InterNationes ein „Tschechoslowakisches
Büro“, um tschechischen Emigranten zu helfen. Seit 1989
engagiert er sich neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit
verstärkt für den deutsch-tschechischen Kulturaustausch.
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