Der Adalbert Stifter Verein ist als Kulturinstitut
tätig, das staatlich finanziert und von der Beauftragten des
Bundes für Kultur und Medien betreut wird.
Satzungsgemäß
ist es sein Ziel, „das kulturelle Erbe und die schöpferischen
Kräfte der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien
zu sammeln, die wissenschaftliche und künstlerische Tradition
der Sudetenländer als Teil der deutschen und europäischen
Kultur weiterzutragen und insbesondere in den deutsch-tschechischen
Kulturaustausch einzubringen“. Er erarbeitet kulturgeschichtliche
Ausstellungen – zuletzt über Schriftsteller und Künstler
im Dienst der k.u.k. Militärpropaganda 1914-1918 und über
Kunst und Kultur im Konzentrationslager Theresienstadt – ,
fördert die literatur-geschichtliche Forschung zur deutschsprachigen
Literatur Böhmens sowie ihrer Wechselwirkung mit der tschechischen
Literatur und organisiert Autorenbegegnungen und Künstlerausstellungen.
Die Vereinsmitglieder sind in erster Linie
fördernd tätig. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 20 €
(ermäßigt 15 €) jährlich. Die Mitgliedschaft
steht allen offen, die die Ziele des Vereins unterstützen und
kann formlos beantragt werden. Über die Aufnahme neuer Mitglieder
entscheidet der Vorstand. Die Mitglieder-versammlung, in der auch
ein Vertreter des Bundes und des Freistaats Bayern Sitz und Stimme
haben, tritt einmal im Jahr zusammen. Ein Kura-torium von Fachleuten
aus Deutschland, Österreich und Tschechien berät den Verein.
In der Geschäftsstelle sind vier wissenschaftliche Mitarbeiter
und zwei Verwaltungskräfte tätig. Die Tätigkeit des
Adalbert Stifter Vereins wird durch die Herausgabe eines Jahrbuches
dokumentiert. Die Arbeitsstelle des Kulturreferenten für die
böhmischen Länder ist dem Verein vorläufig zugeordnet
und mit einem eigenen Etat ausgestattet.
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