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Veranstaltungen

 

Mi, 21. - Fr, 23. April 2004

Das Gedächtnis der Orte.

Sinnstiftung und Erinnerung

 

Eine Veranstaltung des Johannes-Künzig-Instituts, des Adalbert Stifter Vereins München und der Sudetendeutsche Heimatpflege, München)

Freiburg, Johannes-Künzig-Institut, Silberbachstr. 19

 

Erinnerungsorte spielen im kulturellen Gedächtnis von Gruppen und Individuen eine wichtige Rolle. Für das individuelle wie das kollektive Erinnern gewinnt der Ort immer mehr an Bedeutung.

 

Die Tagung "Das Gedächtnis der Orte" beschäftigt sich mit der Konstruktion von Erinnerungsorten in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien. Einen thematischen Schwerpunkt bilden die Denkmäler der dort bis 1945/46 lebenden Deutschen, in der Hauptsache deren Friedhöfe. Dabei interessiert das Thema der Repräsentation von Ethnizität ebenso wie das der (kollektiven) Sinnstiftung durch die scheinbare Eindimensionalität des Symbolischen.

 

Auch der politischen Codierung von Denkmälern und Denkmal-Orten wird nachzugehen sein. Gedächtnisorte sollen auch als Orte des Konfliktes untersucht werden.

Ein weiteres Thema wird das der ortlos gewordenen Erinnerungen und der in diesem Zusammenhang entstandenen Ersatzorte sein, die nicht selten zu gruppeninternen Identifikatoren aufsteigen.

 

Programm

Mittwoch, 21.4.2003

18.00             Begrüßung

18.30             Konrad Köstlin, Wien

                     Die Verortung des Gedenkens

Donnerstag, 22.4.2003

 

9.15     Václav Maidl, Prag

                      K.H. Macha. Sein Leben, Tod und zwei Begräbnisse                                   als Metapher der tschechischen nationalen Erneuerung

10.00    Wolfgang Schwarz , München

                     Masaryks Begräbnis

11.15    Ulrike Zischka, München/Elisabeth Fendl, Freiburg

                      Ferne Heimat Friedhof.

                      Beerdigungen in der alten und neuen Heimat

Mittagspause

15.00     Peter Becher, München

                      Abschied und Beerdigung in der

                     deutschsprachigen Literatur Böhmens

15.45    Anna Knechtel, München

                     Grenze zwischen Zeit und Ewigkeit. Die Friedhöfe der

                     ehemaligen deutschen Bevölkerung in den böhmischen                      Ländern.

17.00    Eva Habel, München

                     Gräber von deutschen Nachkriegsopfern in der

                     Tschechischen Republik – Ergebnisse eines Sammelaufrufs

                     aus den frühen 1990er Jahren

17.45   Steffen Höhne, Weimar

                     „Sterbliche – Unsterbliche“.

                     Ein Ausstellungsprojekt mit Buchpräsentation

Freitag, 23.4.2003

9.15     Martin Zückert, Freiburg

                    Getrennte Erinnerung – Gefallenendenkmäler und                                  Weltkriegserinnerung in den böhmischen Ländern

 

10.00    Jaromír Boháč, Eger/ Roman                 Salamanczuk, Franzensbad

                    Die Denkmallandschaft der                            Stadt Eger/Cheb im 20. Jh.

11.15    Werner Mezger , Freiburg

                     Geteilte Zuständigkeiten. Das                         Hus-Haus in Konstanz

12.00    Jozo Džambo, München

                     Zwischen Erinnern und                          Vergessen. Das Problem                               des autobiographischen Genres

12.45    Schlußworte

 

von links: Roman Salamanczuk, Peter Becher, Jaromír Boháč, Martin Zückert, Elisabeth Fendl , Konrad Köstlin, Jana Pospíšilová, Eva Habel, Anna Knechtel , Steffen Höhne, Wolfgang Schwarz , Václav Maidl (ohne Jozo Džambo und Institutsleiter Werner Mezger).

Die Tagungsbeiträge erscheinen im Jahrbuch des Johannes-Künzig-Instituts voraussichtlich im Frühjahr 2005.


 

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