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Das Theater als Abbild
einer multikulturellen Koexistenz
Referentin: Dr.
Magdalena Živná, Prag
Termin: Donnerstag,
9. Juni 2005, 19 Uhr
Das Ständetheater
Das in manchen Fremdenführern
als das „Mozart-Theater“ bezeichnete älteste Bühnenhaus in Tschechiens
Metropole Prag – die Bezeichnung geht auf die dortige Weltpremiere
der Mozartschen „Oper der Opern“ Don Giovanni im Jahr
1787 zurück – besteht seit über 220 Jahren. Dabei ist es nicht nur
ein erstrangiges Theater-Baudenkmal des Klassizismus, sondern verfügt
auch über eine ungemein spannende und wechselhafte Geschichte, die
sich u. a. auch in einigen Namensänderungen widerspiegelte. Magdalena
Živná bietet einen interessanten Überblick über die Entwicklung
des The-aters von seinen Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Inmitten der traditionellen
mitteleuropäischen „Theaterachse“ zwischen Berlin und Wien liegend,
gehörte das Bühnenhaus darüber hinaus in manchen sei-ner Entwicklungsperioden
auch in künstlerischer Hinsicht zur „Ersten Liga“ der damals wichtigsten
europäischen Theaterhäuser.
Dr. Magdalena
Živná
Studium der Theater- und
Musikwissenschaft an der philosophischen Fakultät der Karlsuniversität
Prag, mit Spezialgebiet Deutschsprachiges Theater in Prag.
Bis 1989 tätig als Journalistin
und Kulturpublizistin in einer deutschsprachigen Auslandsrevue in
Prag, später Mitarbeiterin/Fachkraft am Theaterinstitut Prag.
Seit 1989 freischaffend
als Kultur- und PR-Managerin und Kulturpublizistin mit dem Schwerpunkt
deutsch-tschechisch-österreichische Kulturbeziehungen in Vergangenheit
und Gegenwart.
Der Vortrag war Inhalt
einer zweiteiligen Rundfunksendung aus Anlass des 220. Gründungsjubiläums
des Ständetheaters im Frühjahr 2003.
Das Prager Ständetheater
- Stich von 1823
Ort:
Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8, München
Anfahrt: S-Bahn
Rosenheimer Platz
Eintritt: frei
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