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Veranstaltungen (Archiv 2003)

 

Do, 10. Juli 2003

Der Schriftsteller und Humorist Roda Roda

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Musen an die Front!"

Referentin: Rotraut Hackermüller/ Wien

Nach dem ruhmlosen Ende seiner Offizierslaufbahn machte der aus Mähren stammende und im New Yorker Exil verstorbene Alexander Roda

Roda (13. April 1872 - 20. August 1945) eine nicht nur von Applaus begleitete Karriere als Kriegskorrespondent der "Neuen Freien Presse". Während Kurt Tucholsky von diesem "Wunder an Erzähltechnik" schwärmt und Anton Kuh Roda Rodas Roman als "eine packende herzerfrischende Kulturchronik" bezeichnet, die alles enthält, "was zugleich nach Erdfülle und Amtskalk riecht", wird Roda Roda von Karl Kraus mit Hohn bedacht und als Kriegsberichterstatter heftig kritisiert. Für Aufregung sorgen nicht nur Roda Rodas disziplinäre Verstöße beim Militär, sein Verhältnis zu Adele Sandrock, seine Auftritte in Kabaretts, seine "freie Ehe" mit Elsbeth von Zeppelin und das Stück Der Feldherrenhügel, sondern auch seine Auseinandersetzung mit Karl Ettlinger, die vor dem Amtsgericht  München endete.

Rotraut Hackermüller, geboren 1943 in Wien, ist Lehrerin, Schriftstellerin, Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs (Ehrensenat) und Gründungsmitglied der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft (Rousse). Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

In ihrem 1986 erschienenen Werk Einen Handkuß der Gnädigsten. Roda Roda: Bildbiografie. München Wien 1986 hat sie sich intensiv mit Roda Roda befaßt.


 

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