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Veranstaltungen

 

20. März 2003
"Die Vertreibung der Sudetendeutschen im Spiegel der Literatur." Vortrag von Dr. Christine Michelfeit/Innsbruck

„Ich kenne keinen bedeutenden Roman, in dem die Trecks ein Thema sind, nur Dokumente und Berichte, oder die Schrecken der Befreiung“. Gilt diese von dem bekannten ostdeutschen Dramatiker Heiner Müller in seinem Werk „Krieg ohne Schlacht. Leben in zwei Diktaturen. Köln 1992“ getroffene Feststellung nach wie vor? Handelt es sich bei Literatur zum Thema „Vertreibung der Sudetendeutschen“ nur um Klagelieder oder Heimweh-Romane, Tatsachen- und Erlebnisberichte oder vermag sie mehr als nur die „Bilder der alten Heimat zum Glühen zu bringen“ (Peter Härtling)? Worin besteht der Beitrag von Literatur zu einer sinnvollen Beschäftigung mit der Vergangenheit überhaupt?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrages „Die Vertrei-bung der Sudetendeutschen im Spiegel der Literatur“ von Dr. Christine Michelfeit aus Innsbruck. Außerdem stellt sie konkrete Beispiele und Autoren der Vertriebenenliteratur vor und beschäftigt sich mit ihrer Einordnung in die Literaturgeschichte.


Dr. Christine Michelfeit

Christine Michelfeit wurde 1926 in Wien geboren und wuchs, bedingt durch den frühen Tod ihrer Eltern, bei Verwandten in Mährisch-Schönberg/Šumperk auf. 1945 kehrte sie nach Österreich zurück, studierte in Wien Rechtswissenschaften und promovierte 1950 zum Dr.iur. Kurz nach ihrer Pensionierung 1987 begann sie ein Magister-Studium der Germanistik und der Geschichte, das sie 1991 erfolgreich abschloss. Ihr Vortrag basiert auf ihrer gleichnamigen wissenschaftlichen Dissertation, die sie 1994 an der Universität Innsbruck zur Erlangung des Doktorgrads der Philosophie vorlegte.


 

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