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Wichtiger Hinweis: die neue Website des Adalbert Stifter Vereins finden Sie hier: www.stifterverein.de
| Veranstaltungen
(Archiv 2003)
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- Mo, 19. Mai 2003,
München, Alfred Kubin Galerie, Hochstr. 8
- Di, 9. März 2004,
Linz, Adalbert Stifter Institut
- Mi, 9. Juni 2004,
Prag, Muzeum hlavního města Prahy
- Mi, 28. Juli 2004,
Brünn, Stadtmuseum auf der Feste Spielberg
- Do, 21. Oktober
2005, Austerlitz/Slavkov, Schloß
- Mi, 1. Juni 2005,
Innsbruck, Kath.-Theologische Fakultät (mit dem
Brenner-Archiv)
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Musen an die Front!
Schriftsteller und Künstler
im Dienst der k.u.k. Kriegspropanda 1914-1918
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Eine Ausstellung des Adalbert
Stifter Vereins, München
Der erste Weltkrieg überstieg
mit seinen Dimensionen und Folgen alle bis dahin geführten Kriege
und wurde schon von Zeitgenossen als der „Große Krieg“ bezeichnet.
Die Zahl der beteiligten Staaten und der an den verschiedenen Fronten
kämpfenden Soldaten, die Millionen Opfer sowie das Ausmaß der Zerstörungen
berechtigen zu dieser Bezeichnung.
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Eingang zum Sudetendeutschen Haus, in dem sich
die Alfred Kubin Galerie befindet.
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Hinzu kam der Einsatz von
Militärtechnik, wie ihn frühere Kriege nicht kannten: Gas, Aeroplane,
gepanzerte Kampffahrzeuge, schwere Artillerie, aber auch Kriegspropaganda
als eine Möglichenkeit, die öffentliche Meinung zu beeinflußen und
somit den Krieg „mit anderen Mitteln“ zu führen.
Zu Propagandazweicken
wurde in der österrreichisch-ungarischen Armee als Sondereinrichtung
des Armeeoberkommandos ein „Kriegspressequarier“ (KPQ) gegründet,
das die Aufgabe hatte, der Presse Berichte über das Kriegsgeschehen
in Wort und Bild zu liefern.
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Besonders waren im KPQ
Journalisten und Künstler vertreten, darunter bekannte Schriftsteller
wie Roda Roda, Egon Erwin Kisch, Leo Perutz, Richard A. Bermann
(Arnold Höllriegel), Ferenc Molnár, Robert Michel, Franz Werfel
und Künstler wie Oskar Laske, Oskar Kokoschka, Ferdinand Staeger,
Ludwig Hesshaimer, Albin Egger-Lienz u.a. Für die Kriegsberichterstattung
wurden außerdem eine Bild- und Filmstelle eingerichtet, dazu ein
Theater- und Musikreferat und schließlich eine Zensurstelle, die
alle Informationen zu überwachen und über ihre Veröffentlichung
zu entscheiden hatte. Parallel dazu wurde im Wiener Kriegsarchiv
eine „Literarische Gruppe“ ins Leben gerufen, die den Krieg zu dokumentieren
und publizistisch zu propagieren hatte.
In dieser Gruppe wirkten
beispielsweise Franz
Theodor Csokor, Rudolf
Hans Bartsch, Franz
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„Ausgerechnet mich stellen Sie an zum Kopieren von spitzige Drahtverhaue
und zackige Felsen, wo ich mein Lebenlang nur gemacht habe in runde,
weibliche Akte.“
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Karl Ginzkey, Felix Salten,
Stefan Zweig, Rainer Maria Rilke, Alfred Polgar (Polak).
Sowohl das KPQ als auch die „Literarische
Gruppe“ boten vielen Journalisten, Schriftstellern und Künstlern
die Möglichkeit, den Kriegsdienst mit der Waffe zu vermeiden und
stattdessen eine Aufgabe im Kriegspropagandaapparat mit Feder, Pinsel
oder Kamera zu übernehmen.
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In der Ausstellung und
der Begleitpublikation wird der bewußte oder unbewußte Anteil der
Literatur und Kunst am Ersten Weltkrieg gezeigt. Dabei werden sowohl
das Schwanken der Künstler und Intellektuellen zwischen Patriotismus
und Pazifismus als auch ihr freiwilliges Engagement in Kriegssachen
geschildert. In der Vielzahl der Namen sind ganz verschiedene Einstellungen
zum Krieg zu erkennen, aber auch innerhalb einzelner Biographien
sind unterschiedliche Phasen und Wandlungen zu beobachten.
Ein bedeutender Anteil
der Schriftsteller und
Künstler im Dienst der
k.u.k. Kriegspropaganda stammte aus Böhmen und Mähren; diesen
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wird in der Ausstellung,
gemäß der Satzung und den Zielen des Adalbert Stifter Vereins, besondere
Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Wanderausstellung „Musen an
die Front!“ kann in Absprache mit dem Veranstalter ausgeliehen werden.
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