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| Veranstaltungen
(Archiv 2002)
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Mo, 28. Oktober 2002, 19.00
Uhr
Sudetendeutsches Haus,
Hochstraße 8, München
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„Weit von hier wohnen wir, weit von hier“ |
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Mit diesem Satz antwortet
in der Oper „Die verkaufte Braut“ der unbehauste Jeník auf die Frage,
woher er komme, wo seine Heimat sei. Als Leitmotiv und Titel dieser
Aufsatzsammlung bringt die Sentenz zum Ausdruck, daß die deutschsprachige
Literatur der böhmischen Länder auch dem gebildeten Leser ähnlich
fremd wie die Heimat Jeníks ist.
Mit diesem Band liegt nun
eine chronologisch geordnete Auswahl von Texten zu diesem
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erschienen im Vitalis Verlag, Prag, 2002
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Thema vor, die mit der Zeit
des Hoch- und Spätmittelalters einsetzt und kontinuierlich über
Märchendichtung, biedermeierliche Dramatik, realistische Prosa und
moderne Erzähltradition bis in die Gegenwart fortschreitet. Die
Lektüre vermittelt die Erkenntnis, daß die mehrsprachige Literatur
der böhmischen Länder eine Einheit bildet, die nicht getrennt voneinander
betrachtet werden darf.
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Diese Erkenntnis will der
Autor der Studie auch auf andere literarische Regionen Europas angewendet
wissen.
Diether Krywalski wurde 1935
in Brünn geboren und war nach seinem Studium der Philologie, Geschichte
und Geographie in München Studienrat und Schulleiter in München
und dann in Icking (Ickinger Hefte). Von ihm stammt das Standardwerk
zur deutschen Literaturgeschichte „Werk und Wirkung“. Auch Knaurs
Lexikon der Weltliteratur entstammt seiner Feder und viele weitere
Schulbücher. Sein Spezialgebiet, die Mediävistik, schlug sich einem
Handbuch zur mittelalterlichen Geschichte und Weltanschauung mit
dem Titel „Welt des Mittelalters“ nieder.
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Sein großes Anliegen aber
ist die Kultur, Sprache und Literatur der böhmischen Länder in ihren
verschiedenen Ausprägungen. In Zusammenarbeit mit Prof. Jürgen Born/Wuppertal
entstand so eine Bibliographie deutschsprachiger Literatur aus Prag
und den böhmischen Ländern der Jahre 1925-1939.
Daß die enge Verflechtung
der deutsch-tschechisch-jüdischen Kultur in den dreißiger Jahren
und danach gewaltsam zerrissen wurde, ist für Diether Krywalski
ein ständiger Motor, als Botschafter dieser Kultur zu wirken.
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