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Veranstaltungen

 

Do, 8. Dezember 2005
Hommage à Adalbert Stifter

Zum Abschluß des Jubiläumsjahres aus Anlaß des 200. Geburtstags von Adalbert Stifter wird mit einer festlichen Autorenlesung von den vielen Ereignissen und Veranstaltungen Abschied genommen, die dem heutigen Publikum seine unzeitgemäß wirkenden Texte näher gebracht haben. Als Brücke über das Jubiläumsjahr hinaus, lesen vier Autoren aus ihren Texten, in denen sie Stifters Haltung auf

die heutige Welt beziehen.

Originaltexte von Stifter werden in einer zeitgenössischen Komposition dargeboten.

Programm, 1. Teil:

... Er sei zur Überraschung aller wie aus dem Nichts erschienen und habe begonnen, an Ort und Stelle ein Grab auszuheben...

Jörg Bernig (Radebeul), Jahrgang 1964, hat nach einer Bergmannslehre Anglistik und Germanistik studiert und war als Lehrer und Lektor in Schott-land und Wales, danach als Lehrbeauftrager an der TU Dresden tätig.

Veröffentlichung von Gedichten und Romanen (Niemandszeit). Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, Mitglied des PEN-Klubs. Er liest eine Neufassung seiner Kurzgeschichte Antigones Bruder (2003).

 

...Nun: so sei also jeder des andern Kleinod, sorgsam gehütet, aneinander verloren; Tiger hütend den Tiger...

Christoph Janacs (Niederalm/Sbg.), geboren 1955, hat Germanistik und Theologie studiert und ist als Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg tätig. Er veröffentlichte Lyrik, Prosa, Essays und übersetzt aus dem Englischen und dem Spanischen. Er erhielt unter anderen den Stefan Zweig-Preis der Stadt Salzburg. Er liest Texte zu Adalbert Stifter aus seinem

Gedichtband Šumava sowie seinem unveröffentlichten Zyklus Die Zärtlichkeit von Stacheln.

 

Stifter-Gesänge

von Widmar Hader

nach Texten von Adalbert Stifter

für Tenor und Klavier

(2005)

I. Es ist ein Gesetz

II. Die Lerche und der Rabe

III. Die Liebe ist scheu

IV. Nachgefühl

V. Der Mensch ist vergänglich

VI. Zum Neuen Jahr

Ausführende: Maria Rost (Klavier)

                    Maarten Wilkinson (Tenor)

Widmar Hader (Regensburg), geboren 1941, Komponist und Direktor des Sudetendeutschen Musikinstituts in Regensburg hat zum 200. Geburtstag Adalbert Stifters die Stifter-Gesänge komponiert, die am 16. Juli 2005 in Ottobeuren uraufgeführt wurden.

Programm, 2. Teil:

...Auch Staubsaugervertreter können unwissentlich auf den Spuren Adalbert Stifters unterwegs sein!...

Bernhard Setzwein (Waldmünchen), geboren 1960, studierte Germanistik und ist frei-schaffener Autor und ständiger freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks. Er veröffentlichte Theaterstücke, Romane, Gedichte und Essays. Sein Roman Die grüne Jungfer , der an der deutsch-tschechischen Grenze spielt, war in der

Endauswahl für den Alfred-Döblin-Preis. Er liest aus seinem unveröffentlichten Romanmanuskript Das getrennte Staubkorn.

 

...Das Gehen entspricht dem entschleunigenden Sprachgebrauch Stifters...

Richard Wall (Katsdorf) , geboren 1953, schloß die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung ab und arbeitete als Kunsterzieher, Briefträger, Hausmann, Graphiker und Bildhauer. In den siebziger Jahren durchreiste er Europa und begann, Gedichte, Prosa sowie Reiseskizzen zu schreiben.

Er liest aus seinem Journal Stifter gehen, in dem er die literarischen Ergeb-nisse einer sechstägigen Fußwanderung auf Stifters Spuren von Linz nach Südböhmen und in den Bayerischen Wald vorstellt.


 

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