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Veranstaltungen (Archiv 2002)

 

Do, 7. November 2002, 19 Uhr

München, Alfred Kubin Saal, Hochstr. 8

Das Deutsche Theater in Prag zwischen den Kriegen

Die Situation des deutschen Theaters in der Tschechoslowakei vor dem II. Weltkrieg war geprägt von einem sprachlichen Wandel: Tschechisch wird zur Amts- und Umgangssprache und somit zur Referenzsprache auch des deutschen Kulturgeschehens. Damit waren Konflikte vorprogrammiert, es eröffneten sich jedoch auch viele Chancen, die aber wenig genutzt wurden...

Veronika Ambros , Jahrgang 1947, wurde in Prag geboren, emigrierte 1968 nach Deutschland, studierte in Köln und Berlin Slavistik und Politologie, war als wissenschaftliche Assistentin an der Freien Universität Berlin tätig und lehrt seit 1989 an der University of Toronto/Canada Slavische Sprachen und Literaturen, seit 1993 als Professorin.

Zu ihrem Forschungsgebiet gehören insbesondere das tschechische Drama, Literaturtheorie und Literatur von Frauen.

 

    "Angeblich hatte es ja auch in Prag Deutsche gegeben. Dies kam allerdings erst um 1963 ans Licht, als es wieder möglich wurde, Kafka auf tschechisch zu lesen…"

 

(Aus: Liebermann/Fuchs/Wallat: Dissidenten, Präsidenten und Gemüsehändler, Essen 1998)

  Zweisprachiger Programmzettel der letzten gemeinschaftlichen Vorstellung des "Klubs der tschechischen und deutschen Bühnenangehörigen" am

12. Dezember 1936 im Neuen Deutschen Theater Prag.


 

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