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Wichtiger Hinweis: die neue Website des Adalbert Stifter Vereins finden Sie hier: www.stifterverein.de
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14. Oktober bis 3. Dezember
2004
München, Alfred Kubin
Galerie, Hochstr. 8
werktags 9 - 18 Uhr, außer
an Feiertagen
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Fotoausstellung "Grenze
zwischen Zeit und Ewigkeit"
Ausschreibung
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Zu den Spuren, die die
Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien nach ihrer Ausweisung
hinterließen, zählen ihre Friedhöfe, die sich bis heute – 58 Jahre
nach dem gewaltsamen Ende des deutsch-tschechischen Zusammenlebens
– im Grenzgebiet der Tschechischen Republik finden.
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Foto: Anna Knechtel
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Es sind zumeist verlassene
Stätten voller Melancholie, verweisen sie doch auf vergessene Menschen,
Lebensgeschichten, Bräuche, Zusammenhänge …
Ihr Erscheinungsbild ist
dennoch unterschiedlich. Es finden sich: einfache, gut erhaltene
Dorffriedhöfe, die vor der satten grünen Landschaft die Erinnerung
an (vermeintliche?) Idyllen heraufbeschwören; Friedhöfe in
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Städten mit prächtigen
Grabmalen, die den einstigen Wohlstand ihrer Bürger belegen und
mitunter klangvolle Namen nennen, die in Vergessenheit gerieten;
gewaltsam zerstörte Friedhöfe, auf denen Rohheit und Haß auf die
ungeliebten Mitbürger von einst zum Ausdruck kommen; von der Vegetation
nahezu verschlungene, kaum noch auffindbare
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Foto: Jiří Kuhn
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Friedhöfe, die dem Vergessen
anheimgegeben wurden sowie auch Friedhöfe, auf denen Gräber neu
belegt wurden und die damit einen pragmatischen, vom Wunsch nach
Normalität geprägten Umgang sichtbar werden lassen.
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Gemeinsam ist diesen Orten aber die Tatsache,
daß es sich um einen vom Untergang bedrohten Zustand handelt. Kein
Bestattungsort bleibt für immer und ewig erhalten. Wenn die deutschen
Gräber in der Tschechischen Republik bis heute existieren, so ist
das auf die Jahrzehnte der Gleichgültigkeit zurückzuführen, eine
Erscheinung, für die man dankbar sein kann, auf die es aber kein
Anrecht gibt.
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Foto:
Anna Knechtel
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Vor eineinhalb Jahren ist
in der Tschechischen Republik ein neues Friedhofsgesetz in Kraft
getreten, das den Umgang mit den alten Gräbern regelt. Es schützt
sie vor unsachgemäßen Willkürhandlungen, öffnet aber
natürlich auch den Weg zur Einebnung solcher
Grabstellen, um die sich niemand mehr kümmert.
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Bevor es dazu kommt, möchte
der Adalbert Stifter Verein einige dieser Orte in einer Ausstellung
zeigen und hat dazu in Anknüpfung an seine 1997 gezeigte Ausstellung
„Jüdische Friedhöfe in Böhmen und Mähren“ zu einem Fotowettbewerb
eingeladen unter dem Titel:
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Foto: Anna Knechtel
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Grenze
zwischen Zeit und Ewigkeit
Deutsche
Friedhöfe in Böhmen, Mähren und Schlesien
Deutsche und tschechische Fotografen, die sich von diesem
Thema angesprochen fühlen, wurden um Zusendung von Aufnahmen - unter
Angabe der Ortschaft, in der sich der Friedhof befindet, seiner
Lage, der ungefähren Stelle des Grabs sowie des Datums der Aufnahme
- mit z.B. folgenden Motiven gebeten:
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- Gesamtansichten von
Friedhöfen
- einzelne Gräber
- Grabeinfassungen
- Aufschriften mit Namen
- Aufschriften mit Grabsprüchen
- gepflegte Gräber
- Grabschmuck
- verwüstete Gräber
- neu belegte Gräber
- Gräber bekannter und unbekannter
Personen
- kunsthistorisch wertvolle
Gräber
- Gräber/Friedhöfe zu verschiedenen
Jahreszeiten
- Gräber/Friedhöfe in verschiedenen Regionen
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Foto: Anna Knechtel
Foto: Markéta Kvasňová
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Die Auswahl der Fotos wird von einer Jury
getroffen, die Anfang August 2004 zusammentritt. Ihr gehören Mitglieder
des Adalbert Stifter Vereins und Fachleute an.
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